Daitoryu Aiki Jujutsu

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Historie

Daitoryu Aiki Jujutsu ist eine Kampfsportart, die dem Jiu Jitsu verwandt ist. Sie wird als Urform der Kampfkunst Aikido angesehen wird. Der Ursprung von Daitoryu Aiki Jujutsu kann bis in das 11. Jahrhundert, auf den japanischen Kaiser Seiwa und dessen General Minamoto Yoshimitsu, zurückgeführt werden.

Minamoto Yoshimitsu studierte u. a. klassische chinesische Militär Strategien, wie Sun Tzu und Wu Tzu. Erwird als derjenige angesehen, derDaitoryu Aiki Jujutsu als Kampsportart „etabliert“ hat. Der Name wurde aus dem Namen des Ortes Daito in der Provinz Omi abgeleitet, dem Wohnsitz von Yoshimoto. In den folgenden Jahrhunderten wurde Daitoryu Aiki Jujutsu  innerhalb des Takeda Zweiges des Minamoto-Geschlechts weitergegeben und zugleich geheim gehalten. Daitoryu Aiki Jujutsu  wurde insbesondere in der „Neuzeit“ durch Sokaku Takeda (1859-1943) öffentlich bekannt.

Einer der Hauptschüler von Sokaku war der spätere Aikido-Begründer Morihei Ueshiba (1883- 1969). Er trainierte Daitoryu Aiki Jujutsuzwischen 1915 und 1922.Morihei Ueshiba modifizierte anschließend die Techniken des Daitō-ryū und verknüpfte sie mit seinen Kenntnissen anderer Stilrichtungen, wie der Yagyu Shihan-ryu  oder der Tenjin Shinyo-ryu. Zunächst entwickelte er daraus ein System mit der Bezeichnung Aikibudō, um schließlich unter Einbindung des spirituellen Aspekts die Stilrichtung Aikido zu gründen.

Einer der Hauptschülern von Sokaku Takeda war Kodo Horikawa (1894-1980), der später die Kodokai– Stilrichtung gegründet hat. Yonezawa Shihan (1937-1998) war wiederum einer seiner Hauptschüler. Er gründete im August 1995 die Daitoryu Aiki Jujutsu Bokuyokan-Stilrichtung.

Seigo Okamoto war ab 1977 ebenfalls ein Schüler von Kodo Horikawa. Nach dessen Tod gründete er 1980 die Daito-ryu Aikijujutsu Roppokai Stielrichtung.

Zum Verständnis von Daitoryu und Aikido

Gemeinsamkeiten von Daitoryu und Aikido sind das Ki-Prinzip und die Weichheit des Shite (der-/diejenige, der/die die Technik durchführt), wobei das Ki im Daitoryu am Anfang einer Technik besonders stark eingesetzt wird. Im Daitoryu wird der Angreifer von vornherein in den Zustand einer „angriffsunfähigen Blockiertheit“ geführt, der bis Ende einer Technik, also bis zum Wurf oder bis zum Festhalten, nicht gelockert werden soll. Ein weiteres Kennzeichen von Daitoryu ist der gerade Weg beim Werfen nach unten. Die Techniken des Daitoryu können daher eher auf kleinem Raum stattfinden, während Aikido mit seinen fließenden und größeren Bewegung überwiegend mehr Platz benötigt.

„Nach langjähriger Aikido-Praxis muss man zunächst gründlich umdenken, wenn man den Eingang zu den Daitoryu-Techniken und deren Bewegung erlernen möchte. Relativ bald versteht man jedoch, dass Daitoryu und Aikido sich ergänzen und aufeinander aufbauen. Insbesondere die Übung des „starken Ki-Einganges“ zu Beginn der Technik im Daitoryu hilft die Ki-Führung im Aikido zu entwickeln und zu festigen“. 1)

Erfahrungen im Daitoryu

Ich habe erstmals in München 1995 Daitoryu durch Katsumi Yonezawa Sensei auf seinem Europa-Einführungslehrgang kennen gelernt. Eingeladen hatte ihn Michael Daishiro Nakajima Sensei. Seit dieser Zeit besuche ich Lehrgänge und trainiere Daitoryu unter Michael Daishiro Nakajima Sensei, z.Z. 8. Dan Shihan/Daitoryu Aiki Jujutsu. In den Jahren 2005 bis 2007 habe ich zusätzlich die Lehrgänge von Seigo Okamoto Sensei in Stockholm besucht. Durch Daishiro Nakajima Sensei bin zum 2. Dan im Daitoryu Aiki Jujutsu graduiert.

Seit Oktober 2010 haben wir in unserem Dojo die Übungseinheit zum Daitoryu Aiki Jujutsu eingeführt und trainieren regelmäßig am Mittwoch um 20:15 Uhr. Wer daran teilnehmen möchte, ist hiermit herzlich eingeladen. Ich freue mich auf Euch.

Peter

1) aus Shinki-Rengo/Daishiro Nakajima Sensei

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