Worum geht es im AIKIDO?
Der Weg „Do“ ist im AIKIDO der zentrale Gedanke. Zu Beginn hat die Idee der Selbstverteidigung eine wesentliche Bedeutung. Die Techniken werden mit dem Ziel der Verbesserung von Bewegungsablauf und Präzision geübt. Dabei ist die Klarheit des Angriffs durch den Partner die Voraussetzung. Es werden Verteidigung und Angriff in wechselnden Rollen geübt. Die Möglichkeit der Selbstverteidigung entsteht erst nach vielen Jahren des Übens. In der weiteren Entwicklung werden zusätzliche Aspekte wesentlich, deren Bedeutung im Verlauf zunimmt. Atmung, Präsenz und Durchlässigkeit des Körpers führen zu Stärke. Die Klarheit des eigenen Angriffs unterstützt die Entwicklung des Partners. Energiefluss und Kontakt führen zu Harmonie in der Bewegung. Die aufgerichtete Haltung des Körpers beeinflusst die innere Haltung in Ruhe und Bewegung. Klarheit und Wachheit beginnt, wenn Bilder im Kopf verschwinden und die Realität sichtbar wird. Der „Blick“ entwickelt sich für „das Ganze“, der Weg führt weg vom Detail. Im Vordergrund steht zu sich (zurückfinden) selbst finden, durch Achtsamkeit in Ruhe und Bewegung, in Übereinstimmung mit sich und der Umgebung. Die Bewegungen werden natürlicher und durchlässiger. „Du musst hinhören, wenn Du antworten willst und mit dem Herzen sehen". Es ergeben sich im Verlauf der Entwicklung wertvolle Ansätze für das tägliche Leben und die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, die den Selbstverteidigungsgedanken in den Hintergrund treten lassen.